Fußball in Durach gibt es inzwischen seit 67 Jahren. Aber noch nie waren die Kicker des VfB so erfolgreich wie aktuell. 

 

Los ging es im Jahr 1947, damals noch als Abteilung innerhalb des Turn- und Sportvereins Durach. Nach dem A-Klassen-Aufstieg 1968/69 ließ der als „Senkrechtstarter“ betitelte TSV eine Saison später den Aufstieg in die Bezirksliga folgen. Drei Jahre lang war das „Flugplatz-Stadion“ für Schwabens Vereine eine nur schwer einnehmbare Festung. Im Aufstiegsjahr avancierten die Duracher Kicker auch zum DFB-Pokalschreck. Nachdem so namhafte Teams wie TSV Kottern, FC Kempten und SpVgg Kaufbeuren ausgeschaltet wurden, war erst im Halbfinale gegen den FC Augsburg Endstation (1:4).

 

Nach einigen Jahren A- und B-Klassen-Zugehörigkeit musste der TSV Durach im Jahr 1991 einen Rückschlag hinnehmen: nach 28 Jahren den Absturz in die C-Klasse. Der sofortige Wiederaufstieg ließ aber alle Niedergeschlagenheit vergessen. Und nach fünf A-Klassen- u. einem B-Klassenjahr (1992/93) gehörten die Duracher ab der Saison 2001/2002 zum zweiten Mal der Bezirksliga Süd an. Nach einem Jahr schon ging es aber wieder in die Kreisliga zurück, im Spieljahr darauf aber wurde erneut gefeiert - bereits der dritte Bezirksliga-Aufstieg. 2006 ging es sogar in die Bezirksoberliga. Dann folgte die Entscheidung, sich aus dem TSV zu lösen und als eigenständiger Fußballverein weiterzumachen. Gerüstet für neue sportliche Herausforderungen.

 

Und tatsächlich: Erst erreichte der neugegründete VfB im Jahr 2010 als Bezirksoberligist das Viertelfinale im BFV-Verbandspokal und scheiterte dort am damaligen Drittligisten SSV Jahn Regensburg. Dann stieg man ein Jahr später sogar in die Landesliga auf. Der bislang größte sportliche Erfolg.

 

Inzwischen ist der VfB kontinuierlich gewachsen. Mit der Eröffnung der neuen Tribüne samt Vereinsheim im heimischen Offino-Stadion wurde das 500. Mitglied begrüßt. Im Nachwuchsbereich sind alle Altersklassen gemeldet, manche sogar mit mehreren Teams. Die A- und B-Junioren kicken jeweils in Schwabens höchster Liga, der Bezirksoberliga. Die anderen Großfeldmannschaften gehen in den jeweils höchsten Klassen des Spielkreises Allgäu an den Start. Und dass das Konzept des Ausbildungsvereins aufgeht, zeigt die Tatsache, dass die zweite Mannschaft fast ausschließlich aus Spielern besteht, die in der eigenen Jugend groß geworden sind.  

 

Zudem gab es im Jahr 2011 die höchste Auszeichnung für das Ehrenamt, die es seitens des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) für einen Verein gibt: die Goldene Raute mit Ähre, ein Gütesiegel für erfolgreiche Vereinsarbeit. Der VfB gehört damit zu zwölf von knapp 4670 Vereinen in Bayern, die diese Anforderungen erfüllt haben. Aus einem Aufgabenkatalog mit 40 Kriterien in den Bereichen Ehrenamt, Jugend, Breitensport sowie Prävention gegen Sucht und Gewalt müssen jeweils mindestens vier und ingesamt mindestens 24 Punkte erfüllt werden. Diese Kriterien sind sozusagen ein Leitbild für den modernen Verein und Arbeitsplatzbeschreibungen für Vorstand und Mitarbeiter. Ein Schwerpunkt sind unter anderem die Gewinnung und der Erhalt von sach- und sozialkompetenten Mitarbeitern als tragende Säulen des Vereins.